Renaissance [frz. »Wiedergeburt«] ist ein kulturgeschichtlicher Begriff, der in Wechselwirkung zum Humanismus steht. Während letzterer mehr das Wissenschaftlich-Geistige des Zeitalters bezeichnet, richtet sich der Begriff der Renaissance auf die Gesamtkultur des Zeitraums und auf die mittelalterlichen Vorläufer von ihr. Als Epochenbegriff wurde er im 19. Jahrhundert von Historiografen wie P. Charles, J. Michelet und J. Burckhardt geprägt. Die Vorstellung der Wiedergeburt ist aber viel älter und reicht in das 14.-15. Jahrhundert zurück (»regeneration«, »restauration«, »restitutio«). Das Wesentliche daran ist die Auffassung des Geschehens als einer Wende von der Vernichtung zum Werden (wie der Phönix aus der Asche) [L2].