1- Das Wort Moderne kommt
über das Französische aus dem spätlateinischen
modernus und hat die Bedeutung von heutig, neu, neuzeitlich;
modisch. Modernisieren wird auch in diesem Zusammenhang
verwendet. Es bedeutet erneuern, der herrschenden Mode anpassen;
umarbeiten. Mit Modernität meint man, Stil und Eigenart
der jeweiligen Neuzeit, bewusste Ausprägung des Neuzeitlichen.
Das Wort wird neben der Nomenform »die Moderne« auch
als Adjektiv oder Adverb verwendet: moderne Zeit, moderne Frau,
moderne Kunst, moderne Wissenschaft/Technik, er ist modern.
2- Technik sind
alle kreativen Maßnahmen, Verfahren und Entwicklungen zur
Beherrschung und zweckmäßigen Nutzung der Gesetzmäßigkeiten,
Energien und Rohstoffe der Natur. Technologie hingegen
ist die Lehre der Entwicklung der Technik in ihrem gesellschaftlichen
Zusammenhang, oder die Lehre der Anwendung der technischen Produktionverfahren,
oder auch Technik an sich.
3- Wissenschaft ist
eine nach Einzelgebieten geordnete, methodisch aufgebaute Erkenntnis
und Forschung. Die «rekursive» Definition der Forschung:
eine wissenschaftliche Arbeit mit dem Ziel, neue Erkenntnisse
zu gewinnen.
4- Philosophie bedeutet
Liebe zur Weisheit und ist die Wissenschaft, die als Ziel das
Erkennen hat. Denn nicht so sehr im Handeln, sondern im
Erkennen verwirklicht sich der Mensch. Dabei geht er von der Frage
aus: Welche Prinzipien liegen im Sein, in den Dingen und Phänomenen,
dass sie so sind oder so werden, wie sie sind? Mit ihr will der
Mensch die Physis (Natur) und die Metaphysik der Dinge (was hinter
den Erscheinungen liegt) erfassen, will wissen, welches Ziel und
Zweck das Sein hat.
5- Die Dialektik ist eine
Diskussionsmethode, wo man über die Entzweiung die Vereinigung
anstrebt (These - Antithese - Synthese). Sie wurde von Zeno, dem
Schüler von Parmenides, angewandt. Sie ist ruheloses Sein
und Denken, das immer zu einer höheren Lösung strebt,
wie die Geschichte des Geistes der Menschheit zeigt. Beispiel
von Hegel: Die »Logik« hatte das Absolute in seiner
Entwicklung als Logik des Seins (These), des Wesens (Antithese)
und des Begriffes (Synthese).
6- Der Mythos war der
Begriff für alle Geschichten von Helden und Göttern,
was im Wesentlichen die Religion der Griechen ausmachte.
7- Unter der Vernunft versteht
man das Denken ohne irgendeine Einschränkung durch unkritisch
Überliefertes.
8- Durch die Spezialisation benötigt
der Mensch in Städten weniger Zeit, um das unbedingt Notwendige
zu erreichen und kann anderen Fragen nachgehen. In der Geschichte
gibt es drei wichtige Perioden, wo die Städtebildung rasch
voranschritt: (1) In Mesopotamien gab es zahlreiche Städte
(Babylon, Nineva, Ur), die zu Stadtstaaten heranwuchsen. Obwohl
anderswo in der Welt es schon größere Staaten gab,
konnten sich hier in Mesopotamien nicht große politische
Systeme durchsetzen. (2) Im alten Griechenland entstanden Stadtstaaten
zu einer Zeit, wo sich kein großes Reich durchsetzen konnte.
Beide Perioden brachten einen Aufschwung für die jeweilige
Zeit, die zu Reichtum und Unabhängigkeit führte. Zur
Zeit der Griechen verschob sich in diesen Stadtstaaten das Zentrum
des Geschehens von der Akropolis zur Agora, von dem Tempel- zum
Marktplatz: das Volk regierte hier demokratisch. Durch die Seeschifffahrt
kam man mit anderen Kulturen in Kontakt, was neue religiöse
und kulturelle Einflüsse mit sich brachte, die zu einer Krise
der Gesellschaft führten. (3) Die Städtebildung seit
der Neuzeit. Sie änderte die Gesellschaft, und der Bürger
verlangte mehr innere und äußere Freiheit. Neue Produktionsformen
bildeten sich, der Handel von Waren und Geld wurde zur bedeutenden
Macht. Dies beschleunigte die Entwicklung, die die Gesellschaftsordnung
des Mittelalters auflöste. Ab dann wollte das Denken sich
nicht mehr dem Glauben unterordnen.
9- Deduktion:
Herleitung des Besonderen aus dem Allgemeinen.
10- Induktion:
Herleitung von allgemeinen Regeln aus Einzelfällen.
11- Novae sind
sogenannte veränderliche Sterne, die unregelmäßig
sich aufblähen und explodieren, wobei sie geringfügig
Masse verlieren.
12- Das methodische Zweifeln
besteht darin, den Zweifel solange gelten zu lassen, bis sich
irgendein Sachverhalt findet, der jedem Zweifel widersteht. Wenn
schrittweise alle Bereiche der natürlichen Erkenntnis ausgeschaltet
werden, die noch die Möglichkeit des Zweifelns zulassen,
so entsteht die absolute Selbstgewissheit als völlig zweifelloser
Fall einer echten Evidenz, welche den Zweifel bricht. Klarheit und
Deutlichkeit, die durch die unmittelbare klare Anschauung
entstehen, sind die allgemeinen Kriterien für Gewissheit
von Wahrheit. So führt z. B. die klare und deutliche
Anschauung, dass ich denke, zu der Überzeugung, dass
ich bin. Man kommt zu dem Schluss allein durch die Vernunft
(Ratio).
13- Nach Descartes existieren
nur angeborene, fremde, und die selbstgebildete Ideen. Sie bilden
den Hintergrund, auf dem etwas klar und deutlich als Evidenz (Gewissheit)
erscheint und das »natürliche Licht« (lumen
naturale) entstehen kann, was den Menschen deutlich sehen
und erkennen lässt.
14- Jeder Physiker wird in der
Lage sein, jedem zu erklären, wie die Materie aufgebaut
ist: Protonen, Neutronen, Elektronen, die wiederum aus verschiedenen
Quarks bestehen. Als Antwort auf die Frage "Was ist Materie?"
ist diese aber unbrauchbar, da damit nur die Struktur und
nicht das Wesen der Materie erklärt werden kann. Was
Sein ist, kann der Mensch nicht erkennen. Dies ist die Ansicht
der meisten Philosophen. Die Phänomenologie
ist eine der wenigen Richtungen der Philosophie, die der Ansicht
ist, dass der Mensch das So-Sein erfassen kann.
15- Die Monaden sind
lebendige Individuen, welche Wirkung haben. Sie werden in die
»nackte« Monaden (anorganische Stoffe), Seelen (wie
Tiere), »Geister« (der Mensch) und schließlich
Gott als oberste Monade aufgeteilt.
. »Das führte
mich zu der Erkenntnis, dass die Monaden oder die einfachen, unteilbaren
Substanzen die einzig wahrhaften Substanzen sind, während
die materiellen Dinge nichts als Erscheinung sind.«
16- Die Entropie ist
ein Maß für die »molekulare Unordnung«, proportional
der molekularen Ordnungswahrscheinlichkeit (S = k · ln W).
Nicht zu verwechseln mit dem Begriff Enthalpie, der angibt,
wieviel Wärme bei konstanten Druckverhältnissen in einer
Reaktion aufgenommen oder abgegeben wird (endothermische oder
exothermische Reaktionen).
17- Die Theorie des Elektromagnetismus
kann mit den vier Maxwellgleichungen zusammengefasst werden:
18- Mit dieser
Gleichung werden Exponenzialfunktionen mit Winkelfunktionen verbunden.
19- Heißt
es bei Euklid »zu zwei verschiedenen Punkten A und B gibt
es stets genau eine Linie g, welche die beiden Punkte verbindet«,
so ist dasselbe Axiom bei Hilbert wie folgt zu lesen: »Zu
zwei P-Dingen A und B gibt es stets ein G-Ding, das in der Beziehung
X zu A und B steht.« Nach Hilbert ist somit die Mathematik
eine Wissenschaft der formalen Systeme. Damit ein so entwickeltes
mathematisches System eine praktische Anwendung findet, muss erst
ein Mal ein reales System gefunden werden, für das die Definitionen
und Axiome gelten. Das Axiom von Euklid gilt z. B. auf einer gekrümmten
Fläche nicht mehr. Daher sind auch alle daraus abgeleiteten
Schritte nicht richtig. Hier gilt die nichteuklidische Geometrie.
20- Das Ding
an sich: Bezeichnung von dem Etwas, das
hinter allem Sein verborgen ist.
21- Durch das Studium von Lyells
»Principles of geology« und seine biologischen
Beobachtungen anlässlich seiner Weltreise (1831-36) durch
Südamerika und den Galápagosinseln sowie die Lektüre
von T. R. Malthus' (1766-1834) »Essay on the principle
of population«
22- Gemäß Kierkegaard
ist die ästhetische Sphäre ist die genießende,
die ethische diejenige der unbedingten Forderungen an den
Menschen, und die religiöse der einer neuen Möglichkeit,
nämlich die der persönlichen Zwiesprache mit Gott als
Christus, der die Synthese von Existenz und Wahrheit vorgelebt
hat. Erstere gibt nur Leere, die Mittlere verlangt so viel, dass
man nur an ihr scheitern kann. Mit dem Zwiegespräch in der
letzteren Sphäre versucht der Mensch, seine Sehnsucht zu
stillen. Aber dies ist eben nur ein Versuch, der ihm hilft, die
Sinnlosigkeit der Existenz auszuhalten, die die »Krankheit
zum Tode« in sich birgt.
23- Es sind bis heute sechs
Quarks aus Materie und sechs aus Antimaterie bekannt: up
und down, charm und strange sowie bottom
und top. Quarks werden Farben zugeteilt, wonach nur rot,
grün und blaue Farben zusammen sein können.
24- Gemäß Heidegger
herrschen zwei Vorurteile über die Technik, die ein unbefangenes
Verhalten ihr gegenüber verunmöglichen. Es sind Versuche,
die Technik zu definieren. Sie sind
a) Die instrumentale Bestimmung der Technik: Vorstellung
Mittel (die Technik) Ziel.
Diese Erklärung leuchtet unmittelbar ein und
ist weit verbreitet. Technokraten und Technikfeinde sind sich
hier einig. Sie sagen: »Technik ist neutral. Die Bewertung
kommt durch die Anwendung.«
b) Die anthropologische Bestimmung der Technik:
Sie besagt, dass die Technik ein Tun des Menschen
ist. Sie ist »selbstverständlich und zum Erleichtern
des Lebens«. »Gute Nutzung« steht für »friedliche
Nutzung«. Wer auf solche Art die Technik nutzen will, verharmlost
sie und kann somit die schlimmen Folgen nicht beherrschen.
25- Ein Beispiel Heideggers
für den Unterschied zwischen herkömmlicher und moderner
Technik: »Der Bergbau bringt den Menschen zur Seligkeit.«
Dies sind die Worte eines Bergmannes des 16. Jahrhunderts. (Er
sieht im Bergbau etwas, dass »Seine Macht und Wunder vollbringt«,
womit also Gottes Macht und Gnade ersichtlich wird oder sich offenbart.)
Beim modernen Bergbau zählt nur noch der Profit und darum
die effiziente Ausbeutung des Erzes. Sie entbirgt also
den Erz zum Rohstoffreservoir.
26- Dabei werden freilich die
Akzente etwas anders gesetzt als in der westlichen Diskussion.
Vor allem werden die absoluten Eigenschaften der Raumzeit hervorgehoben,
die unabhängig vom Beobachter sind. Die Relativität
von Raum und Zeit wird dagegen etwas weniger betont.
27- Sir Popper kam zu dem Schluss,
eine Theorie müsse unbedingt falsifizierbar sein, könne
aber niemals endgültig bewiesen werden. Erst durch Beobachtung
oder Experimente wird sie bestätigt, und jede experimentelle
Bestätigung macht sie sicherer. Jedes deterministische, widersprechende
Resultat führt zum Fall der Theorie.
28-Der Anarchismus (gr.
Führer) war eine der führenden politischen Philosophien
des 19. Jahrhunderts. Der Leitgedanke war die Regierung und Privateigentum
abzuschaffen und den Völkern freies Zusammenleben zu ermöglichen,
so dass sie Arbeit und deren Produkte teilen können. werden
freilich die Akzente etwas anders gesetzt als in der westlichen
Diskussion. Vor allem werden die absoluten Eigenschaften der Raumzeit
hervorgehoben, die unabhängig vom Beobachter sind. Die Relativität
von Raum und Zeit wird dagegen etwas weniger betont.