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Er kritisiert die Philosophie seiner Vorgänger: Das Absolute schlechthin, das Ich oder die Identität von Geist und Natur nannte er ironisch »die Nacht, in der alle Kühe schwarz sind«. Nach Hegel bewegt sich das Denken des Menschen, des Individuums über mehrere Stufen zum absoluten Wissen. »Dieser Weg des individuellen Geistes ist auch der des Geistes der Menschheit, des absoluten Geistes. Wissenschaft ist dies, diese Einheit in ihrer ganzen Entwicklung durch sich selbst zu wissen«, was er in der »Phänomenologie des Geistes« darstellt.

Für Hegel ist das Absolute das, was »wesentlich
Resultat ist, so dass es erst am Ende das ist, was in Wahrheit
ist«. Durch den vermeintlichen Abschluss der Philosophie
meint er, die Sehnsucht des Menschen nach Unendlichkeit, nach
dem Einswerden von Subjekt und Objekt, sei erfüllt. Seine
Philosophie ist das letzte große Denksystem, das allumfassend
sein möchte und das absolute Wissen darstellen will. Es wurde
in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts als trunkene Spekulation,
als hohles Gebäude von Hirngespinsten, als »Gedankenautomaton«
(Schopenhauer) kritisiert. Die Philosophie dieses Zeitabschnittes
ist im Wesentlichen eine Kritik an Hegel.