Bürger des Staates konnte aber nicht jeder werden. Dies war nur den Römern vorbehalten, obwohl man bei Untertanen, die großartiges geleistet hatten, eine Ausnahme machte. Frauen, Kinder und Sklaven hatten keinerlei Rechte und waren ihren Besitzern auf Leben und Tod ausgeliefert. Mit ihnen konnte wie Ware gehandelt werden.

Man hatte Probleme mit den Andersgläubigen, insbesondere aber mit dem mosaischen Glaube, was immer wieder zu Razzien führte, wo man seine Anhänger einsperrte und auch zu Tode folterte. Dasselbe Schicksal traf später die Christen, die zahlreich auf grausame Art hingerichtet wurden. Jüngste Forschungen zeigen aber, dass die Verfolgungen nicht in dem Ausmaße gewesen sind, wie früher angenommen. Oft waren es für die damalige Zeit ganz normale Urteile, mit denen sowohl Christen als auch andere verurteilt wurden. Später wurden die Urteile von manchen christlichen Historikern als willkürliche Verfolgung interpretiert [L4].

Obwohl das Christentum keine offizielle Religion war und ihre Anhänger verfolgt wurden, wuchs die Anzahl stetig an. Konstantin der Große erlaubte schließlich im Jahre 313 den Christen, ihren Glauben auszuüben. Man sagt, diese Entscheidung wäre gefallen, um den kriesengeschüttelten Staat vor dem Untergang zu bewahren.