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A1 - Übersicht über die Philosophen des Altertums [L6]

EpochePhilosoph Zeitraum Seine Philosophie in wenigen Sätzen
Vorsokratiker
Naturphilosophie
Thales von Milet ~625- ~545Wasser ist Ursprung der Welt und Prinzip des Lebens
Anaximander ~610-~546 Apeiron (Ausscheidung, das Existierende) ist das grenzenlose Unbestimmbare, was in sich die Welt erzeugt.
Anaximenes 585-~525 Die Luft ist der Urstoff, das Grenzenlose. Der Atem ist das Leben.
Heraklit

v. Ephesus

~540-480 Grundstoff ist das Feuer. Alles fließt.

In denselben Fluss können wir nur ein Mal steigen.

Die Welt ist nicht erschaffen, sondern war und wird ewig ein lebendiges Feuer sein.

Die Vernunft ist allen Menschen gemeinsam.

Phythagoreer
Pythagoras

v. Samos

580-~480 Feuer ist Ursache der Welt. Unsere Welt hier schuf weder der Götter einer, noch der Menschen einer. Vielmehr war sie schon immer da und ist ewig lebendes Feuer. Alles fließt.

Feuer Kampf Vereinigung Harmonie

Parmenides ~540-???
  • Wichtig ist nicht die Naturbeobachtung, sondern Denken und Hinterfragen der Erscheinungen.
  • Nur das Sein hat Wahrheit, das Nichtsein gar nicht.
  • Das Sein ist eins und ewig, erhaben über Werden und Vergehen.
  • Sinne nehmen das Sein nicht wahr, sondern täuschen sich am Nichtsein. Die Vielheit der Dinge, Werden und Vergehen sind bloßer Schein.
Anaxagoras~500-428 Erklärte alles natürlich:
  • Die Sonne ist eine glühende Masse.
  • Der Urstoff hat eine unbegrenzte Vielheit: "Samen", "Keimchen der Dinge" sind überall vorhanden - in jedem alles.

Es wurde ihm wegen Gottlosigkeit der Prozess gemacht, weil er Homer allegorisch auslegte.

Empedokles ~490-430 Entstehen aus dem Nichts unmöglich, das Sein beharrlich.

Vier Elemente: Wasser, Luft, Feuer, Erde.

Atomistiker
Demokrit ~460-360
  • Alles geschieht aus Notwendigkeit. (Materialismus)
  • Auch das Nichtseiende hat Existenz. Denn erst so wird Vielheit und Bewegung verständlich.
  • "Es existiert nichts als die Atome und der leere Raum". Atome sind unteilbare, ungewordene, unvergängliche Urkörper, die nur geometrisch anders sind.
  • Aus der Welt der Atome ist jeder Zufall und jede nach vernünftigen Zwecken handelnde Gottheit verbannt.
  • Ethik: Das höchste Gut ist der anhaltend heitere Gleichmut der Seele.
Leukippos ~450-370 Gründer der atomistischen Schule.

"Kein Ding entsteht ohne Ursache, sondern alles aus einem bestimmten Grunde und einer Notwendigkeit".

Epikur ~342-271
  • Die atomistischen Theorie von Demokrit ist richtig. Atome haben außer der Form auch noch eine Schwere, die sie von der geraden Linie abweichen lässt.
  • Alles in dieser Welt ist zu erklären. Zwischen den Welten sitzen die Götter, die sich nicht in diese eingreifen.
  • Die Physik hat den Zweck, den Menschen vom Schrecken des Aberglaubens (der Religion) zu schützen. Die Erkenntnis, dass die Welt nicht Werk der Götter ist, befreit die Seele von aller Furcht und Qual.
  • Auch der Mensch mit Körper und Seele besteht aus Atomen. Er löst sich mit dem Tod auf, den man weder aufsuchen noch fürchten soll, da man sonst ein Tor ist.
  • Die Luft ist das einzige wahre Gut. Alle Tugenden haben nur einen Wert, weil sie zur Luft führen. Usw.
Sophisten (Philosophieren durch Monologe)
Protagoras ~480-410 Er wisse nicht, ob es Götter gibt oder nicht.

Fließende Einheit der Gegensätze kommt durch das erkennende Subjekt.

Es gibt keine absolute Wahrheit, sondern eine relative: "Der Mensch ist das Maß aller Dinge".

Es ist wahr und gut, was für den Menschen wahr und gut ist.

Gorgias ~485-~380 Verfechter eines Nihilismus:
  • Es ist nichts.
  • Wenn aber etwas wäre. So wäre es unerkennbar.
  • Endlich aber, wenn es auch etwas gäbe und wenn es auch erkennbar wäre, so wäre doch diese Erkenntnis nicht mitteilbar.
Sokratiker (Philosophieren durch Dialoge)

Sokrates 470/69-399
  • Erkenne dich selbst!
  • Nicht der einzelne, sondern der Mensch als solcher ist das Maß aller Dinge.
  • Die Induktion ist der Weg, die Begriffsbestimmung oder Definition das Ziel.
  • Tugend kann gelehrt werden, ist Glückseligkeit, gewolltes und erkanntes Gutes.
  • Keine fremde Autorität hat zu bestimmen, sondern nur die eigene Einsicht.
  • Das Maß aller sittlichen Dinge ist das Gewissen.
  • Die Bedürfnislosigkeit (Trieblosigkeit) ist göttlich.
Plato ~428-348/7 Das Allgemeine ist der Gott im Menschen, die Vernunft das Maß aller Dinge.

Die Wissenschaft der Ideen ist für ihn die Dialektik.

Ideen sind Allgemeinheiten des Seins, sind Urbilder, die das eigentlich Reale, das Substanzielle sind.

Vier Elemente: Wasser, Luft, Feuer, Erde.

Kardinaltugenden: Weisheit, Tapferkeit, Maßhaltung (Besonnenheit) und Gerechtigkeit.

Aristoteles
Aristoteles ~384-348 Aufteilung der Philosophie in die theoretische (Physik, Ontologie, Logik) und die praktische Philosophie (Ethik, Poetik, Politik).

Verfechter des Dualismus: Körper und Geist.

  • Vier Arten der Bewegung: (relatives) Entstehen und Vergehen, quantitative Zunahme und Abnahme, qualitative Umwandlung und Ortsveränderung.
  • Raum und Zeit sind ohne Bewegung gar nicht denkbar.
  • Die kugelförmige Erde ist im Mittelpunkt des Alls.
  • Die irdischen Urstoffe sind Feuer, Luft, Wasser und Erde.
  • Der himmlischen Urstoff ist der Äther.

Den Mensch unterscheidet von dem Tier der Nuss.

Referenz der Fotos: L10