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»Alle Philosophie ist Sprachkritik« sagt Ludwig Wittgenstein (1889-1951) und meint: »Der Satz kann die gesamte Wirklichkeit darstellen, aber er kann nicht das darstellen, was er mit der Wirklichkeit gemeint haben muss, um sie darstellen zu können - die logische Form. Um sie darzustellen, müssten wir uns mit dem Satz außerhalb der Logik aufstellen können, das heißt außerhalb der Welt.« Er kommt zum Schluss: »Das Resultat der Philosophie sind nicht philosophische Sätze, sondern das Klarwerden von Sätzen. . Wovon man nicht sprechen kann, darüber muss man schweigen.« Zum Teil revidiert er diese Ansichten in seinem nächsten Werk »Philosophische Untersuchungen«, welches 1953 erschien: »Die Philosophie darf den tatsächlichen Gebrauch der Sprache in keiner Weise antasten, sie kann ihn am Ende also nur beschreiben.« Die absoluten Kategorien des »Tractatus« haben sich als untauglich erwiesen. Weder kann alles, was gesagt wird, klar gesagt werden, noch stimmt, dass die Welt im Satz »probeweise zusammengestellt wird«. Paradoxen sind Indizien, die auf das Problem hinweisen. Die Aufgabe in diesem Zusammenhang ist, die Sprache in einem bestimmten Verhaltenszusammenhang zu beschreiben.