Die Physik ist Grundlagenwissenschaft für die gesamte Technik. Sie untersucht mit
theoretischen Überlegungen und Experimenten die Gesetzmäßigkeiten der unbelebten Natur.
Als exakte Naturwissenschaft behandelt sie diese Zusammenhänge in mathematischer Form mit
genau definierten Größen.
Der Aufbau der Ausstellungsabteilung Physik folgt der historischen Entwicklung, die die
Gebiete nach den menschlichen Sinneswahrnehmungen trennte. Die Mechanik behandelt
die Bewegung von Körpern, insbesondere unter dem Einfluß äußerer Kräfte. Ein
bedeutendes Teilgebiet der Mechanik wurde die Schwingungslehre, später ein
wichtiger Bestandteil aller übrigen Gebiete der Physik, z. B. der Optik, der Lehre
vom Licht. Einfache Gesetze der Mechanik und Optik waren schon in der
griechischen Antike bekannt. Doch kam man erst in der Neuzeit um 1600 wesentlich weiter.
Die Wärmelehre entwickelte sich um 1700, als man erste Thermometer baute. Die
elektrischen Erscheinungen hingegen waren dem Menschen nicht direkt durch seine Sinne
zugänglich. Die wissenschaftlichen Anfänge lagen hier im 18. Jahrhundert. Über den Aufbau
der Materie aus Atomen und Molekülen gibt es bereits in der griechischen Antike
philosophische Spekulationen. Experimentelle Hinweise lieferte jedoch erst das 19.
Jahrhundert. Mit dem Beginn des 20. Jahrhunderts entsteht hier ein eigenständiges
Wissensgebiet als Grundlage der gesamten Physik, das auch Teile der Atome, die
Elementarteilchen, genauer untersucht. Im einzelnen war jedoch die historische Entwicklung
der Teilgebiete sehr unterschiedlich; sie soll im folgenden noch ausführlicher
geschildert werden.